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Krebsfürsorge
Bremervörde-Zeven e.V.
Frau Susanne Homburg-Burfeind
Dr.-Otto-Str. 2
27404 Zeven
Tel.: 04281-71 18 66
Fax: 04281-71 18 67
zeven@krebsfuersorge.de
Krebsfürsorge
Bremervörde-Zeven e.V.
Frau Susanne Homburg-Burfeind
Neue Strase 45
27432 Bremervörde
Tel.: 04761-85 38 908
Fax: 04761-85 38 909
brv@krebsfuersorge.de
  Krebsinitiative Rotenburg
Onkologische Tagesklinik
Urte Spaltofski
Constanze Engelke
Tel.: 04261-77 66 06

Palliativ- und und Hospizarbeit
in der Region Rotenburg
Frau Glenk
Postfach 1311
27343 Rotenburg
Tel.: 0172-43 36 053
glenk.hospizverein.row@gmx.de
SHG-Prostatakrebs Rotenburg e.V.
Peter Otto
Wismarer Strasse 3
27356 Rotenburg
Tel.: 04261-63 255
Otto.row@t-online.de
   
Hospizhilfe Ottersberg e.V.
Brigitta Schierloh
Grüne Strasse 2
28870 Ottersberg
Tel.:04205-31 95 439
hospizhilfeottersberg @web.de
     
     
 

 

 

 

Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.
Herr D. Herzberg
Lange Str. 18b
29664 Walsrode
Tel.:05162-72 990

 

Onkologischer Arbeitskreis Walsrode
Lange Str. 18
29664 Walsrode
Tel.: 05161 / 72 990
www.onkologischer-ak-walsrode.de

 
Prostatakrebs Selbsthilfe e.V.
Herr F. Holst
Tel.: 05191-60 68 04
Herr H.A.Kurtz
Tel.: 05191-12 076
Pestalozzistr. 35
Soltau
   
 

Der Förderverein hat sich die
Begleitung und aktive Unterstützung des
großen und anspruchsvollen Vorhabens des Tumorzentrums
zur Aufgabe gemacht.


Die Bündelung der Fachkompetenzen in unserer Region, bei gleichzeitiger individueller Betreuung in Wohnortnähe, soll den Menschen in Nordost-Niedersachsen zu Gute kommen. Durch enges innerdisziplinäres und interdisziplinäres Zusammenwirken der Fachkompetenzen, wie es in den regelmäßigen Tumorkonferenzen gepflegt wird, wird die medizinische Versorgung, nach neuesten medizinischen Erkenntnissen garantiert. Ebenfalls unterstützen wir den Aufbau eines zentralen Tumorregisters und die Schaffung organisatorischer und koordinatorischer Strukturen, die die möglichst verzögerungsfreie Führung des Patienten durch seine Therapie gewährleisten. Dadurch wird eine optimale medizinische Versorgung der Betroffenen in unserer Region ermöglicht.

Neben moderner medizinischer Versorgung…

möchten wir die ganzheitliche Betreuung Krebskranker und Ihrer Familien sichern. Da sich hier Krankenkassen häufig der Kostenübernahme entziehen, ist es ein zentrales Anliegen, eine flächendeckende Versorgung durch Vernetzung, der in diesem Sinne aktiven Vereine und Gruppen, zu konkretisieren. Diese Institutionen leisten bereits seit vielen Jahren wertvolle Arbeit für die betroffenen Menschen in unserer Region. Die Gründung weiterer Vereine, gerade auch in ländlichen Gegenden, soll ideell und finanziell gefördert werden.

Vielleicht möchten Sie uns auch tatkräftig unterstützen.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Viele wertvolle Informationen auf unserer Homepage, wünscht
das Team des Fördervereins Tumorzentrum Nordost-Niedersachsen.

Unser Motto Lautet:
  Helfen durch Handeln

 


Veranstaltungen

Impressum


Satzung

§ 1 - Name und Sitz

Der Verein führt den Namen „Verein zur Förderung des Tumorzentrums Nord-Ost-Niedersachsen im Regierungsbezirk Lüneburg e.V.* und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabeordnung.
Der Sitz des Vereins ist Soltau und ist beim Amtsgericht Soltau zur Eintragung in das Vereinsregister anzumelden.

§ 2 - Zweck

Zweck des Vereins ist die Beschaffung von Mitteln zur Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege durch Förderung der Wissenschaft. Forschung, Weiterbildung von Ärzten und des Hilfspersonals sowie der Patientenhilfe an dem Tumorzentrum in Nord-Ost-Niedersachsen.
Der Verein ist als Förderverein tätig.
Der Verein verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch Vergabe von Mitteln für die:
- unmittelbare Krankenversorgung,
- kliniknahe onkologische Forschung und Umsetzung in die Therapie und lür
- unterstützende Maßnahmen, z.B.
- für Selbsthilfegruppen nach Krebs,
- für Beratungsstellen für Krebskranke,
- Unterstützung bei der Anschaffung von medizinischen Geräten, wenn aus finanzieller Notlage
die Anschaffung sonst nicht realisierbar ist,
- Förderung der Qualitätssicherung in Diagnose und Therapie etc.

§ 3 - Vereinsmittel

Der Verein erhält sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Die Mittel des Vereins dürfen nur für die in § 2 aufgeführten Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendung aus Mitteln des Vereins.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.

§ 4 - Mitgliedschaft

Der Verein hat
a) ordentliche Mitglieder
b) fördernde Mitglieder,
c) korrespondierende Mitglieder.
a) Ordentliches Mitglied kann jeder werden, der die Ziele des Vereins anerkennt und bereit ist, sich aktiv um deren Verwirklichung zu bemühen
b) Als förderndes Mitglied können juristische Personen dann aufgenommen werden. wenn sie die Ziele des Tumorzentrums materiell und ideell unterstützen.
c) Korrespondierende Mitglieder bestellt die Mitgliedsversammlung mit Mehrheitsbeschluss auf Antrag des Vorstandes.
Die Aufnahme als (ordentliches oder förderndes Mitglied) ist bei der Geschäftsstelle des Vereins schriftlich zu beantragen. Das aufzunehmende Mitglied muss sich schriftlich verpflichten, die vorliegende Satzung anzuerkennen. Hierzu sendet ihm die Geschäftsstelle des Vereins nach Eingang seines Aufnahmeantrages ein Satzungsexpemplar zu.
Über Aufnahmeanträge entscheidet der Vorstand. Lehnt der Vorstand einen Aufnahmeantrag ab, so hat er die Ablehnung in der nächsten Mitgliederversammlung zu begründen, diese entscheidet dann endgültig.
Die Mitgliedschaft erlischt
1. durch Tod
2. durch Austritt, der dem Vorstand schriftlich mitzuteilen ist.
Mit dem Ausscheiden aus dem Verein erlöschen alle Ansprüche dem Verein gegenüber.

§ 5 - Rechte und Pflichten der Mitglieder

Die Mitglieder haben das Recht an den Mitgliederversammlungen des Vereins teilzunehmen Stimmberechtigte in der Mitgliederversammlung sind nur die ordentlichen Mitglieder. Jedes stimmberechtigte Mitglied hat eine Stimme, die es nur persönlich abgeben kann.
Die Mitglieder haben die in der Mitgliederversammlung festgesetzten Beiträge zu leisten.

§ 6 - Organe des Vereins

Die Organe des Vereins sind:
1. die Mitgliederversammlung, 2. der Vorstand, 3. der Beirat.
Auf Beschuss der Mitgliederversammlung können weitere organisatorische Einrichtungen, insbesondere Ausschüsse mit besonderen Aufgaben geschaffen werden
Die Amtsdauer des Vorstandes und des Beirates beträgt drei Jahre. Eine Wiederwahl ist möglich. Vorstand und Beirat geben sich eine gemeinsame Geschäftsordnung.

§ 7- Mitgliederversammlung

Die in den ersten sechs Monaten jeden Jahres stattfindende ordentliche Mitgliederversammlung beschließt über die Höhe der Beiträge, die Entlastung des Vorstandes, die Wahl des Vorstandes und über Satzungsänderungen.
Eine außerordentliche Mitgliederversammlung isst auf Verlangen eines Drittels der Mitglieder einzuberufen.
Die Einberufung zu allen Mitgliederversammlungen erfolgt durch den Vorstand mit einer Frist von mindestens vier Wochen schriftlich unter Bekanntgabe der Tagesordnung.
Jede ordnungsgemäße anberaumte (ordentliche oder außerordentliche) Mitgliederversammlung ist beschlussfähig. Sie beschließt über Anträge durch einfache Mehrheit, soweit sie nicht Satzungsänderungen oder die Auflösung des Vereins betreffen.
Satzungsänderungen können nur mit 2/3 Mehrheit der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder beschlossen werden.
Über die Mitgliederversammlung ist eine vom Vorsitzende oder seinem Stellvertreter und vom Schriftführer oder von einem von der Versammlung gewählten Protokollführer zu unterzeichnende Niederschrift aufzunehmen.

§ 8-Vorstand

Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dem stellvertretendem Vorsitzendem, dem Kassenwart und dem Schriftführer, die auch Vorstand im Sinne des 3 26 BGB sind.
Jeweils zwei Vorstandsmitglieder vertreten den Verein gemeinsam. Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Sie haben lediglich Anspruch auf Ersatz von Auslagen, die sich aus der Geschäftsführung und Vertretung ergeben.

§ 9 - Beirat

Der Beirat berät den Vorstand im Rahmen der Aufgaben und Ziele des § 2 der Satzung Der Beirat besteht aus einem Vorsitzenden und bis zu vier Beiratsmitgliedern.

§ 10-Auflösung

Die Auflösung des Vereins kann nur in einer besonderen, zu diesem Zweck mit einer Frist von einem Monat einzuberufenden außerordentlichen Mitgliederversammlung mit einer Mehrheit von 3/4 der anwesenden Mitglieder beschlossen werden.
Bei der Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zweckes. fällt das Vereinsvermögen dem Tumorzentrum Nord-Ost-Niedersachsen im Regierungsbezirk Lüneburg e.V. zu, das es ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden hat.

§ 11 - Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr des Vereins ist das Kalenderjahr.
Soltau, den 26.11.2003
Satzungsänderungen von der Mitgliederversammlung beschlossen am 16. 02. 2004.


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IM BAUWESEN AUF DEM RÜCKZUG, IN DER MEDIZIN AUF DEM VORMARSCH:
Das Vieraugenprinzip bzw. die Zweitmeinung

Ein Vergleich von Kontrollverfahren in der Bautechnik und in der Medizin am Beispiel von Tumorerkrankungen
Im Bauwesen hat das Vieraugenprinzip eine große Bedeutung. Bei der Prüfung der statischen Berechnung und der zugehörigen Ausführungspläne einschl. der Ausführungskontrollen auf den Baustellen geht es in erster Linie um die Sicherheit für Leib und Leben. Auch im medizi­nischen Bereich geht es darum in Verbindung mit Diagnose und Therapie. Dort ist im Rah­men von Qualitätssicherungsmaßnahmen der Trend zum Prinzip der Zweitmeinung (im Bauwesen Vier-Augen-Prinzip) unverkennbar.
Die Ärzteschaft befindet sich auf dem richtigen Wege, während im Bauwesen dieses bewährte Prinzip immer weiter eingeschränkt wird.
In vielen Bereichen, so in der Herstellung von Serienprodukten oder in Planung und Aus­führung im Bauwesen, ist vom Erfordernis der Qualitätssicherung die Rede. Auch in der Medizin wird zunehmend die Qualitätssicherung diskutiert.
Anläßlich einer Vorstellungsveranstaltung eines Tumorzentrums in Niedersachsen (Zusammenschluß von Tumorschwerpunkten an verschiedenen Krankenhäusern) wurde auch das Thema Qualitätssicherung behandelt.
Vortragsthemen waren u. a. "Qualitätssicherung durch Konzentration"
"Interdisziplinarität zwischen Krankenhäusern und ambulanter Versorgung als Prinzip der Tumorbehandlung" "Praktische Möglichkeiten telemedizinischer Klinikvernetzung"
In die "Qualitätssicherung durch Konzentration" muß das Zweitmeinungsprinzip, im Bauwesen besser bekannt als das Vier-Augen-Prinzip, involviert sein, wenn wirksame Qualitätssicherung betrieben werden soll. Die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und ambulanter Versorgung, die hier Interdisziplinarität genannt wird, enthält zwangsläufig auch Elemente des Zweitmeinungsprinzips. Das gilt auch für die telemedizinische Klinikvernetzung.
Ein Referent sprach anläßlich der Vorstellungsveranstaltung 'Tumorzentrum' von der gebündelten Kompetenz verschiedener Fachrichtungen mit "eingebauter Zweitmeinung".
Die Tumorproblematik - und nicht nur diese - ist derart komplex, daß die richtige Diagnose und die angemessene Therapie eine Bündelung der Fachkompetenzen und den Dialog zwischen den Experten (Zweitmeinungsprinzip) verlangt.

Dazu einige Zitate aus der Presse:
Nordseezeitung vom 25.10.2003
Die Europolitikerin Jons fordert bessere Früherkennung und Brustkrebszentren. Sie fordert qualitätsgesicherte Früherkennung und die Einrichtung von inter­disziplinären Brustzentren. Zitat: "Hälfte wird falsch behandelt".
Süddeutsche Zeitung vom 12.02.1998:
Überschrift: Unsinnige Diagnosen, überflüssige Operationen Zitat: "Es wird zu viel und zu schlecht geröngt"
Zitat: "Kardiologen und Krankenkassen fordern Maßnahmen zur Qualitätssicherung".
Ferner wird in dieser Presseveröffentlichung ein sehr hoher Prozentsatz von falschen Diagnosen, vor allem im ambulanten Bereich, genannt.
Es ist müßig, über die wissenschaftliche Exaktheit der Prozentwerte zu diskutieren. Abzuleiten ist daraus in jedem Fall das Erfordernis, zunehmend wirksame Qualitätssicherung zu betreiben. Ein wichtiges Element dieser Qualitätssicherung ist das Zweitmeinungsprinzip.

Weitere Zitate aus der Süddeutschen Zeitung vom 12.02.1998:
"Grundsätzlich scheint das Problem medizinisch nicht notwendiger Diagnosen und Operationen im ambulanten Bereich und bei Belegärzten gravierender zu sein als in Kliniken, in denen sich Ärzte gegenseitig kritisch beobachten. Im Prinzip wird in den Krankenhäusern zuvor stets eine Zweitmeinung gehört, wie es das fünfte Sozialgesetzbuch verlangt."
(Zitatende)

"Außerdem sollte eine Zweitmeinung zu Beginn einer Behandlung gehört werden, um Patienten vor unnötigen Therapien zu schützen."
(Zitatende)

Die Aufgaben des Tumorzentrums Freiburg werden in § 2 der Geschäftsordnung wie folgt definiert:
§ 2     Aufgaben und Ziele
Vorrangige Aufgabe und Zielsetzung des Tumorzentrums ist die Optimierung der Diagnose- und Behandlungsqualität im Einklang mit den Richtlinien der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Tumorzentren (ADT). Dies wird erreicht durch

  1. Schaffung interdisziplinärer Arbeitsgruppen zur Standardisierung von Behandlungsverfahren
  2. Erarbeitung und Implementierung von Therapieempfehlungen

Abhaltung interdisziplinärer Tumorkonferenzen und -kolloquien

  1. Führen einer Knochenmark-/Blutstammzelldatei von freiwilligen Spendern
  2. Organisation und Betreuung eines zentralen klinischen Krebsregisters
  3. Fort- und Weiterbildung des ärztlichen und des Pflegepersonals sowie der sonstigen an der Tumorbehandlung beteiligten Personen
  4. Organisation des Wissenstransfers zwischen den Mitgliedern des Tumor­zentrums untereinander aber auch zu den Personen und Institutionen der Region, die auf dem Gebiet der Tumorbehandlung oder onkologischen Forschung tätig sind.
  5. Organisation und Betreuung eines onkologischen Beratungsdienstes für Ärzte
  6. Förderung psychoonkologischer Versorgung der Tumorpatienten und von deren Angehörigen

•     Information und Aufklärung der Öffentlichkeit über Tumorerkrankungen
               sowie deren Prävention und Früherkennung
•    Organisation der häuslichen Betreuung von Tumorpatienten durch die sogenannte Brückenpflege.
Unschwer ist erkennbar, dass Teilbereiche, die unter § 2 - Aufgaben und Ziele - genannt sind, wichtige Elemente des Zweitmeinungsprinzips enthalten.
Unter der Rubrik 'Krebs-Hotline' des Tumorzentrums Freiburg werden Anfragen, die eine zweite Meinung zur Therapie verlangen, genannt. Die direkte Anfrage von Patienten nach einer Zweitmeinung betraf
1997:   3 % der Anfragen,
1999:   bereits 13 % der Anfragen

Laut telefonischer Auskunft vom 07.01.2004 ist der Prozentsatz für das Verlangen nach einer zweiten Meinung für die nach 1999 folgenden Jahre mit etwa 10 % anzusetzen. Dabei ist zu bedenken, dass sich diese %-Zahlen nur auf Anfragen über die 'Krebs-Hotline' beziehen. Viele Patienten wenden sich direkt an eine 2. Instanz (Arzt oder Ärzteteam) mit dem Anliegen, eine zweite Meinung zur Absicherung von Diagnose und/oder Therapievorschlag zu erhalten.
In einer Presseerklärung vom 14.01.2004 wird berichtet, dass an der Göttinger Universitätsklinik ein Brustzentrum gegründet worden ist. In der neuen Einrichtung sollen Spezialisten aus 8 Abteilungen zusammenarbeiten. Bei wöchentlichen Konferenzen soll für jede Patientin das optimale Behandlungskonzept entwickelt werden.

Aus der Sicht des Beratenden Bauingenieurs, der in der Vergangenheit Planungsaufgaben im statisch-konstruktiven Bereich, Prüfaufgaben (Vieraugenprinzip) auf dem gleichen Gebiet und Sachverständigentätigkeiten (Gutachtertätigkeiten) zu bewältigen hatte, muss dazu folgendes angemerkt werden:
Auf allen drei Fachgebieten muss im Ingenieurbüro versucht werden, die vorhan­denen Kompetenzen (Kenntnisse, Erfahrungen) zu bündeln, mit dem Ziel, ein op­timales Ergebnis zu erzielen. Partner und Mitarbeiter mit gleichen oder ähnlichen Studienabschlüssen, aber mit unterschiedlichen Neigungen und Interessen, mit unterschiedlichen Kenntnissen und Erfahrungen sollten von Fall zu Fall im Sinne von Eigenkontrolle in die einzelnen Projekte einbezogen werden. Dies ist eine Dauer­aufgabe und sollte auch in der Medizin selbstverständlich sein. Es hat hoffentlich in der Vergangenheit an der Universitätsklinik Göttingen auch schon diese Zusammenarbeit der 8 genannten Abteilungen gegeben. Mit der neuen Überschrift "Brustzentrum" soll wohl diese Zusammenarbeit nun inten­siviert werden.
Damit kann in den wöchtenlichen Konferenzen nicht nur dem Prinzip der erforder­lichen Interdisziplinarität entsprochen werden, auch das Zwei- und Mehrmeinungs­prinzip kann verwirklicht werden.
Die nachfolgende Übersicht stellt das Überprüfungsprinzip durch externe Sachverständige im Bauwesen dem Zweitmeinungsprinzip im Gesundheitswesen gegenüber. Dabei wird im Bauwesen hier nur der Sicherheitsaspekt herausgestellt. Tatsächlich enthält dieses Verfahren wichtige Elemente der Qualitätssicherung, so z. B. das der Gebrauchstauglichkeit bzw. Dauerhaftigkeit und allgemein volkswirtschaftliche Aspekte im Sinne der Verringerung des Bauschadenrisikos.


BAUWESEN:
SICHERUNG DER STANDSICHERHEIT VON BAUWERKEN
(HOCHBAUTEN, BRÜCKEN, KAJEN, SPERRWERKE)
Planung in statisch-konstruktiver Hinsicht
(Stat. Berechnung und zugehörige Ausführungspläne


GESUNDHEITSWESEN:
Vieraugenprinzip?

Zweitmeinung?

- Sicherheitsaspekt, Schutz von Leib und Leben


Ziel:

Vorlage bei der Bauaufsicht

Beauftragung eines Prüfingenieurs

Fehlerminimierung bei der Diagnose und bei der Therapie

Der Prüfingenieur prüft die statische Berechnung und die Ausführungspläne als unabhängiger Sachverständiger und kontrolliert die konkrete Ausführung in Stichproben auf der Baustelle
- Vieraugenprinzip -

Die folgende 2. Übersicht verdeutlicht wichtige Elemente der Qualitätssicherung Gesundheitswesen.
(1)       Aufstellen der Diagnose, Vorschlag zur Therapie
Begriff der Zweitmeinung, Kontrolle, Gegencheck!
- Ein wichtiges Element der Qualitätssicherung -
(2)       Entwicklung der Gerätetechnik, z. B. Kernspintomographie
Erfordernis der Speziallisierung, damit ein Optimum an möglichem Ergebnis entsteht [Kenntnis, besonders aber Erfahrung!] Auch die Bewertung von Ultraschallbildern setzt besondere Erfahrungen voraus!
- Ein weiteres wichtiges Element der Qualitätssicherung -
(3)       Spezialisierung der Ärzte, der Ärzteteams in Krankenhäusern,
z. B. auf spezielle Operationen
- Ein weiteres Element der Qualitätssicherung -
(4)       Wahrung der Ganzheitlichkeit der Betreuung trotz der Spezialisierung.
Dazu gehört auch die psychische und soziale Betreuung

  1. Besprechungen und Rückkopplung zwischen den Spezialisten erforderlich
  2. Ein weiteres Element der Qualitätssicherung -

zu (1):             Wie kann beim Aufstellen der Diagnose und dem Vorschlag zur Therapie
das Zweitmeinungsprinzip gewahrt bzw. überhaupt verwirklicht werden?
Das Tumorzentrum als Verbund von Kliniken und ambulanten Praxen bietet eine Möglichkeit, dieses Prinzip zwischen den medizinischen Ein­heiten untereinander zu verwirklichen. Bisher ist es überwiegend dem Patienten überlassen, in Eigeninitiative sich die komplette Zweitmeinung zu 'verschaffen', so auch der Autor als betroffener Tumorpatient.
zu (2):             Die Gerätetechnik hat enorme Fortschritte gemacht. Kenntnisse und Er-
fahrung erfordern eine Spezialisierung. Nur so entsteht ein bestmögliches Ergebnis!
Dazu eine beispielhafte Aussage lt. INKA (Informationsnetz für Krebs­patienten und Angehörige,
siehe www.inkanet.de)

Zitat: Krebstherapie
"Mindestens 800 Mammografien sollte der Arzt im Jahr machen, in dessen Hände Ihr Euch begebt. Erfahrung und gute Geräte sind gleichsam wichtig".
(Zitatende)

zu (3):             Eine Spezialisierung der Ärzte oder der Ärzteteams in den Kliniken,
z. B. auf spezielle Operationen, kann eine Steigerung der Qualität bewirken. Der Verbund von Krankenhäusern im Tumorzentrum ermöglicht eine kurz­fristige Abstimmung und gegebenenfalls die Delegation des Patienten an das spezialisierte Ärzteteam.

zu (4):             Die erforderliche Spezialisierung birgt die Gefahr von Verlust an Ganzheit-
lichkeit bei der Betreuung. Darum sind regelmäßige Besprechungen, Ab­stimmungen und Rückkopplungen zwischen den Spezialisten erforderlich. Das Rückkopplungsprinzip enthält auch Elemente der Zweitmeinung. Die psychische und soziale Betreuung ist ein wichtiges Element der er­forderlichen Ganzheitlichkeit.
Im Rahmen des dargestellten Tumorzentrums finden bereits wöchent­lich interdisziplinäre Tumorkonferenzen statt.

Die wichtigsten Bausteine der Qualitätssteigerung im Sinne verbesserter Patientenbetreuung kann wie folgt zusammengefasst werden:

BÜNDELUNG DER FACHKOMPETENZEN UND DES SPEZIALWISSENS UND
VERANKERUNG DES ZWEITMEINUNGSPRINZIPS (KONTROLLE, GEGENCHECK) IN DIAGNOSE UND THERAPIE

Wie im Detail im Rahmen des Tumorzentrums als Verbund von Kliniken die Bündelung der Fachkompetenzen und die Verankerung des Zweitmeinungsprinzips organisatorisch erreicht werden kann, ist noch offen. Die Bereitschaft einer Mehrheit der Ärzteschaft, sich diesen Prinzipien gegenüber mehr als bisher zu öffnen, ist eine unabdingbare Voraussetzung.
In Teilbereichen des Gesundheitswesens wird dieses Prinzip in Kürze Realität wie der nachfolgende Bericht 'Vorsorge mit Qualität' zeigt (wörtlich entnommen aus DER SPIEGEL 4/2004, Seite 22).

Frauen im Alter zwischen 50 und 69 Jahren werden künftig routinemäßig alle zwei Jahre zur kostenfreien Röntgenreihenuntersuchung der Brust ein­geladen. Die neuen bundeseinheitlichen Richtlinien zum so genannten Mammografie-Screening sind seit Jahresbeginn in Kraft. Sie müssen nun nur noch von den zuständigen Gesundheitsbehörden der Länder röntgen­gerecht zugelassen werden. Ziel ist es, die in Deutschland bisher mangel­haft durchgeführten Tests zur Brustkrebs-Früherkennung den strengen europäischen Leitlinien anzupassen. Dazu muss jeder Befund von zwei qualifizierten Ärzten bewertet werden, die außerdem ihre Erfahrung durch 5000 Mammografie-Untersuchungen pro Jahr nachzuweisen haben. Jede "Screening-Einheit" und die eingesetzte Röntgentechnik sollen regelmäßig zertifiziert werden.
In Deutschland erkranken derzeit pro Jahr 50000 Frauen an Brustkrebs, et­wa 19000 sterben. Während die Zahl der Opfer in vergleichbaren Industrie­staaten in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist, blieb sie in der Bundesrepublik auf konstant hohem Niveau.
(Zitatende)


Hier wird also neben der Zertifizierung der Screening-Einheit und der eingesetzten Röntgentechnik, was regelmäßige Überprüfungen in Form von Audits voraussetzt, das Zweitmeinungsprinzip für den Einzelfall verankert.
Das gleiche Prinzip wurde am 20.02.2004 in der Presse (hier Nordsee-Zeitung) dargestellt (Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft, Frankfurt a.M.). Dort wurde erläutert, dass die Röntgengeräte nach EU-Richtlinie jährlich zu kontrollieren sind. Die Überprüfung bezieht sich danach nur auf die eingesetzte Röntgentechnik (Schwerpunkte: Bildqualität und Minimierung der Strahlenbelastung, s. auch www.qrr.de).


Ferner heißt es: Zitat:
"Alle Aufnahmen werden außerdem standardmäßig von einem zweiten Arzt begutachtet (Doppelbefundung)".
- Zitatende -

Mit dem Wort "Doppelbefundung" wird hier wiederum das Zweitmeinungsprinzip angesprochen.
Im Bereich des Bauwesens erleben wir zur Zeit im Sinne falschverstandener Deregulierung, Entbürokratisierung und Liberalisierung eine Einschränkung des Vieraugenprinzips. Hintergrund sind politische Einflußnahmen und Entscheidungen, die fachlich kaum begründbar sind. Gerade in dem Status nascendi von Bauwerken, gemeint sind hier Planung und Ausführung, in dem statisch-konstruktive und bauphysikalische Strukturen entwickelt und festgelegt werden, ist das Vieraugenprinzip unverzichtbar. Damit wird das Ziel, Bauwerkskonstruktionen mit möglichst geringer 'Vorschädigung' aus Planung und Ausführung in die Nutzungsdauer zu 'entlassen', nachhaltig unterstützt (Prävention, Vorsorge). Bei besonderen Hoch- und Ingenieurbauwerken, z. B. bei Brücken, sind wiederkehrende Überprüfungen im Sinne von 'Vorsorge' Teil wichtiger Bestandspflege.
In der Medizin kann das Zweitmeinungsprinzip hoffentlich seine volle Wirksamkeit für den Patienten ohne bürokratische Hemmnisse in der Zukunft voll entfalten.

Der Autor Gerhard Feld, Jahrgang 1934, war Tumorpatient im Jahre 2003 und ist seit Nov. 2003 Vorsitzender des Förder­vereins des Tumorzentrums Nord-Ost-Niedersachsen.
Beruflich war er 35 Jahre als selbständiger Beratender Ingenieur, 25 Jahre als Prüfingenieur für Baustatik und ist zur Zeit noch als ö.b.u.v. Sachverständiger für Baustatik und Baukonstruktion tätig.



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